Umzug von der grossen Eigentumswohnung in der Rüti
Unkompliziert auf Unterstützung zurückgreifen können – Romy und Hans Peter Mumenthaler entschieden sich früh für den Umzug in eine Seniorenwohnung im Tertianum Mitteldorfpark (BE). Das Ehepaar schätzt das autonome Leben im Zentrum von Ostermundigen.
Teil 3
Text und Bild: Eva Zwahlen
«Stotzig» habe sich der Umzug von der grossen Eigentumswohnung in der Rüti in die kleinere Seniorenwohnung für ihn angefühlt, sagt Hans Peter Mumenthaler. Seit einem knappen Jahr wohnt der 77-Jährige gemeinsam mit seiner Ehefrau Romy im Tertianum Mitteldorfpark in Ostermundigen (BE). Schon seit Jahren plagen beide gesundheitliche Probleme, zahlreiche Operationen waren bei beiden die Folge. Für das Ehepaar Mumenthaler war dies der Moment, wo es aktiv über den Schritt in einen neuen Lebensabschnitt nachdachte – jenen in eine Seniorenwohnung. Im Gegensatz zu ihrem Mann sei ihr dies leicht gefallen, sagt Romy Mumenthaler. Und fügt schmunzelnd an: «Und die kleinere Wohnung gibt mir auch weniger zu tun.»
Probewohnen für Unentschlossene
Thomas Loder ist seit fünf Jahren Geschäftsführer des Mitteldorfparks. Er sei sich bewusst, dass in der Bevölkerung zum Teil nach wie vor Berührungsängste gegenüber Altersinstitutionen vorhanden seien, führt der zertifizierte Gerontologe aus. Gemeinsam mit seinem Team versucht er daher, diesen gezielt entgegenzuwirken: «Wir führen unter anderem öffentliche Besichtigungen durch. Zudem bieten wir Interessierten und ‹Unentschlossenen› das sogenannte ‹Probewohnen› an.» Ein Angebot, das laut Thomas Loder noch bekannter werden sollte, denn: «Das ‹Altersheim› von früher gibt es so nicht mehr». Für den 44-jährigen gelernten Koch und ausgebildeten Hotelier sei der Mitteldorfpark ein Langzeithotel, ein Raum für Lebensfreude – einfach mit zusätzlichen Pflege- und Betreuungsangeboten.
Druck fiel weg
Einen «sanften Übergang» wollte das Ehepaar Mumenthaler – und hielt die Augen daher schon länger nach einer Seniorenwohnung offen: «In der ‹Bantiger Post› wurden wir dann auf ein Inserat des Tertianums Mitteldorfpark aufmerksam». Dann ging alles ganz schnell: Nach einer Besichtigung war für Romy und Hans Peter Mumenthaler klar, dass sie in ihre neue 2.5-Zimmerwohnung einziehen wollen: «Wir fühlten uns sofort wohl. Die Mitarbeitenden haben untereinander ein gutes Arbeitsklima und sind sehr freundlich. Dies hat uns den Schritt erleichtert». Der 77-Jährige ist sichtlich gerührt. Durch den Umzug in die Seniorenwohnung im Zentrum von Ostermundigen fiel in der Folge auch viel Druck vom Ehepaar Mumenthaler ab – auch wenn die Verkleinerung von einer 4.5- in eine 2.5-Zimmerwohnung mitunter zu lebhaften Diskussionen zwischen den beiden führte:
«Romy hatte mehr Mühe, loszulassen. Aber das ist verständlich, schliesslich haben wir all das gemeinsam aufgebaut», sagt der ehemalige Post-Mitarbeiter mit Blick auf seine Frau.
Entlastende Angebote
Wer in einer Tertianum-Seniorenwohnung lebt, ist meist noch autonom unterwegs. So auch das Ehepaar Mumenthaler, das derzeit noch keine Pflege bezieht und «privat lebt». Für die beiden ist allerdings klar: «Zu wissen, dass wir ganz einfach und unkompliziert auf Hilfe und Unterstützung zurückgreifen können, falls was sein sollte, ist für uns eine riesige Entlastung», betonen Romy und Hans Peter Mumenthaler. Im Umfeld schwärmten sie von den Annehmlichkeiten des Wohn- und Pflegezentrums. Und auch wenn das Probewohnen für beide kein Thema war, sei das Angebot in ihren Augen sinnvoll. Dies bestätigt auch Micha Blatti, seit 2021 Geschäftsführer der Tertianum Résidence Bern. Der 45-jährige ausgebildete Koch und Tourismusfachmann HF zeigt viel Verständnis: «Der Eintritt in eine Altersinstitution ist der Schritt in einen neuen Lebensabschnitt. Unser Probewohnen-Angebot gibt Menschen die Gelegenheit, diesen Schritt in ihrem Tempo zu planen und unsere Möglichkeiten für sich zu prüfen.»
Über die Tertianum Gruppe
Die Tertianum Gruppe engagiert sich als private Dienstleisterin im Bereich Leben, Wohnen und Pflege im Alter. Zur Tertianum Gruppe zählen heute 16 Residenzen und 83 Wohn- und Pflegezentren in der ganzen Schweiz sowie ein Patientenhotel in Lausanne. In rund 2600 Appartements und Wohnungen sowie rund 4600 Pflegebetten werden die Gäste der Tertianum Betriebe liebevoll und bedürfnisgerecht betreut. Dabei stehen die Gesundheitsförderung und professionelle Pflege an oberster Stelle. Um das Wohl der Gäste kümmern sich über 6900 Mitarbeitende an 100 Standorten. Tertianum bildet in ihren Betrieben jedes Jahr über 530 Lernende in 13 verschiedenen Berufen aus.