2 min Ausgabe Nr. 2 | 2024

Jassen ist Trumpf

Die Ustermer Quartierbeiz Talgarten ist das Eldorado für Seniorinnen- und Seniorenjassen. Nicht immer geht es ernst zu und her. Das Vergnügen am Kartenspiel steht im Vordergrund. Jassen verbindet.

Mehrmals muss am Mittwoch «Talgarten»-Wirtin Charep Taing Khim die Jassutensilien an die Tische verteilen. An einem sitzen Walter Sturzenegger, Markus Brandenberg, Pierre Lenz und Manfred Flühmann. Sie stellen gleich fest: «Gschnurret wird bei uns beim Schieber nicht» – heisst, es wird nicht gewiesen. Das Spiel beginnt. Gschnurret wird trotzdem. Über Privates, über die Eigenheiten der Stadt Uster, über Kulturelles und vieles mehr. Die Konzentration zum Spiel geht verloren. Einer verwechselt den Trumpf. Kein Problem für seinen Jasspartner.

Talgarten-Wirtin Charep Taing Khim, Foto: Silvio Seiler

Es wird gelacht, nicht kritisiert. Jassen ist Vergnügen pur.

Von links: Walter Sturzenegger, Markus Brandenberg, Pierre Lenz und Manfred Flühmann, Foto: Silvio Seiler

Frauentruppe hat Spass
An einem Tisch sitzt die Frauengruppe MiKus (Mittwoch, Kultur, Sport). Elisabeth Wittwer, Tina Bochsler, Beatrice Baumgartner und Brigitte Lang treffen sich alle Wochen. Zuerst treiben sie Sport. Velofahren oder Schwimmen. Jedes Jahr treffen sie sich zu einem Langlauflager. Und sie besuchen kulturelle Anlässe. Nach dem Sport an Mittwochen geht die eingeschworene Truppe Mittagesssen. Danach frönen die wifen Ladys dem Kartenspiel, bei dem es gemütlich zu- und hergeht. Neben dem Jassen widmen sie sich anderen Kartenspielen, bei denen höchste Konzentration gefordert ist. Trotzdem wird immer gelacht, werden private Erlebnisse geschildert. Die Frauen treffen sich schon jahrelang. Sie sind beste Freundinnen.

Von links: Frauengruppe MiKus, Elisabeth Wittwer, Tina Bochsler, Beatrice Baumgartner und Brigitte Lang, Foto: Silvio Seiler

Oldies sind Profis
Das älteste Quartett sind Werner Studer, Franz Gross, Manfred Lohbeck und Kurt Kunz. Sie sind 80 Jahre jung oder darüber. Während dem Jass wird kaum gesprochen. Alle sind konzentriert. Gelacht wird erst nach den Partien. Manchmal kommt auch dezente Kritik am Jasspartner auf. «Hättest du nicht, warum hast du den Stich laufen gelassen, warum hast du mir nicht die Schilten gespielt.» Ja, sie sind Jassprofis, die Senioren. Was aber positiv auffällt: Laut wird es nie, so richtig an den Karren fahren sich die vier guten Jasser nie. Besonders angetan vom Jassen ist Werner Studer. Während den kühlen Jahreszeiten beteiligt er sich auch an der Jassmeisterschaft des Ustermer Jahrgängervereins 1936–1945. 16 Mal wird gespielt. Dabei winken für die Erstplatzierten Warengutscheine.

Von links: Werner Studer, Franz Gross, Manfred Lohbeck und Kurt Kunz, Foto: Silvio Seiler

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