Neues vom Verband
Von Ulrich Brügger, Geschäftsführer
Der SVS ist gefordert
Mehrere Studien haben gezeigt, dass die grosse Mehrheit der 65- bis 85-Jährigen mit ihrem Leben zufrieden oder sehr zufrieden ist. Es scheint, dass dem immer noch verbreiteten Altersbild «Alter gleich Zeit der Schwäche oder des Leidens» widersprochen werden kann. Ist heute das Alter gar ein Paradies der Zufriedenheit?
Wie zufrieden sind ältere Menschen tatsächlich mit ihrem Leben?
Tatsache ist sicherlich, dass Alter vielfältig ist. Die Antwort auf diese Frage hängt auch davon ab, wie man «Alter» definiert. Gibt es heute noch jemanden, der sich mit 60 Jahren wirklich als «alt» bezeichnet? Eher nein. Die heutigen Seniorinnen und Senioren sind körperlich und geistig jünger als ihre Vorgängergenerationen. Auch sind sie nicht mehr so interessiert am politischen Geschehen in der Alterspolitik, da es ihnen mehrheitlich ja gut geht.
Vor welchen Herausforderungen steht der SVS?
Ist er gefragt, dass er sich für die älteren vulnerablen Menschen verwendet, oder gibt es andere Bereiche, bei denen die Seniorinnen und Senioren unter Druck geraten und sich der SVS einsetzen sollte?
So kommen zum Beispiel Eigenheimbesitzer unter Druck, da es Kreise gibt, die der Meinung sind, dass Ältere ihre Häuser oder Wohnungen für die jüngere Generation freigeben müssten. Immer mehr kommen die älteren Verkehrsteilnehmenden – Autofahrer und Autofahrerinnen, aber auch Velo Fahrende – unter Druck, weil sie als Gefahr im Strassenverkehr angesehen werden.
Ein weiteres Thema ist die Digitalisierung. Damit verbunden unter anderem die zunehmende Abschaffung der Barzahlungsmöglichkeiten usw. Tendenzen, die viele der älteren Menschen vor Probleme stellen. Aber auch eine schleichende Diskriminierung speziell der älteren Bevölkerung ist festzustellen, die allerdings nicht alle Seniorinnen und Senioren gleich zu spüren bekommen. Nicht zu vergessen sind die finanziellen Themen der Altersvorsorge.
Wie weiter?
Der SVS ist daran, seine künftige Strategie an diesen neuen Herausforderungen auszurichten. Er wird sich auch in die Erarbeitung der «neuen Altersstrategie für die Schweiz» einbringen, welche die Bundesverwaltung im Auftrag des Parlaments entwickelt.
Fazit
Der SVS ist gefordert, die Interessen seiner Mitglieder an vielen Fronten wahrzunehmen. Dazu braucht er die Unterstützung einer breiten Mitgliederbasis und das Engagement von Persönlichkeiten, die sich als SVS-Vorstandsmitglieder oder als Delegierte unseres Verbands im Schweizerischen Seniorenrat SSR zur Verfügung stellen. Wenn Sie interessiert sind, stehen ich selber oder unsere Präsidentin gerne für persönliche Auskünfte zur Verfügung info@seniorenfragen.ch