Vermögensverzehr: So haben Sie im Alter genug
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Vermögensverzehr: So haben Sie im Alter genug

Nach der Pensionierung findet ein Umdenken statt: weg vom Sparen, hin zum Vermögensverzehr. Damit Ihr Vermögen für ein finanziell sorgenfreies Leben reicht, braucht es einen soliden Plan.

Von Piero Huwyler

Der Übergang in den Ruhestand ist ein Wendepunkt für Ihre Finanzen: Jahrzehntelang haben Sie Vermögen aufgebaut, nun soll dieses Kapital verbraucht werden. Dass dieser Perspektivenwechsel für viele ungewohnt ist, ist verständlich. Auch, dass nun neue, wichtige Fragen aufkommen:

  • Reicht mein Vermögen?
  • Wie viel darf ich jährlich ausgeben?
  • Und wie verhindere ich, dass mein Geld durch Inflation und tiefe Zinsen an Kaufkraft verliert?

Planbare Liquidität schafft Sicherheit im Ruhestand.

Wie viel Geld brauche ich im Alter?
Als Faustregel benötigen Sie im Alter rund 80 % Ihres bisherigen Einkommens. AHV und Pensionskasse decken meist etwa 60 %. Die übrigen 20 % müssen aus Ihrer privaten Vorsorge kommen.

Die AHV wird Ihnen monatlich als Rente ausbezahlt. Ihre Pensionskassengelder können Sie als Rente oder Kapital beziehen. Wie Sie Ihr nun verfügbares Vermögen – etwa Auszahlungen aus der PK und der dritten Säule, Anlagen oder Erspartes – sinnvoll einsetzen, ist eine der wichtigsten finanziellen Fragen nach der Pensionierung. Denn sie entscheidet massgeblich über Ihren Lebensstandard im Alter.

Vermögensverzehr bewusst planen
Selbstverständlich können Sie Ihr komplettes Vermögen auf einem Sparkonto lassen. Dann ist es jederzeit verfügbar, erwirtschaftet aber nur magere Sparzinsen und verliert durch die Teuerung unter Umständen sogar an Kaufkraft.

Sinnvoller ist es, Ihren Vermögensverzehr bewusst und langfristig zu planen. Ein durchdachter Plan sorgt dafür, dass Sie stets genügend Mittel für Ihren Lebensunterhalt und keine unerwarteten Ausgaben haben. Gleichzeitig kann eine passende Anlagestrategie verhindern, dass Ihr übriges Kapital durch die Inflation an Kaufkraft verliert und je nach Ziel dafür sorgen, dass es sogar moderat wachsen kann.

Vermögen im Alter strukturiert nutzen
Grundlage für Ihren Vermögensverzehr ist Ihr individuelles Budget. Dieses sollten Sie frühzeitig erstellen und je nach Lebensphase anpassen. Denn auch nach der Pensionierung kann sich Ihr Kapitalbedarf verändern – etwa, weil Sie sich zunächst grössere Träume erfüllen möchten, oder später höhere Pflegekosten anfallen.

Bewährt hat sich, das verfügbare Vermögen in zwei Töpfe aufzuteilen:

  • Das Verbrauchskapital deckt laufende Ausgaben, grössere geplante Anschaffungen in naher Zukunft und unvorhergesehene Kosten. Es sollte sicher angelegt und jederzeit verfügbar sein, zum Beispiel auf einem Sparkonto. Als Richtwert sollte es den persönlichen Bedarf für zwei bis drei Jahre abdecken.
  • Das Anlagekapital umfasst das Vermögen, über das Sie darüber hinaus verfügen. Da es in den nächsten Jahren nicht benötigt wird, kann es investiert werden und Rendite erwirtschaften. So bleibt Ihr Kapital nicht ungenutzt und kann seine Kaufkraft bewahren. Bewährt ist eine ausgewogene Anlagestrategie nach dem Vorbild einer Pensionskasse, mit einem passenden Verhältnis von Sicherheit und Renditechancen.

Wichtig ist ein klarer Prozess: Das Verbrauchskapital wird regelmässig aus dem Anlagekapital aufgefüllt. Dadurch bleibt Ihre Liquidität planbar.

Ihre Lebensziele geben die Richtung vor
Eine gute Strategie richtet sich jedoch nicht nur nach Anlagehorizont, Risikofähigkeit und Risikotoleranz, sondern vor allem nach Ihren Lebenszielen: Wie möchten Sie nach der Pensionierung leben? Was ist Ihnen wichtig? Möchten Sie einen Teil Ihres Vermögens vererben? Denn am Ende geht es nicht nur um Zahlen und Renditen, sondern darum, Ihnen genau das Leben zu ermöglichen, das Sie sich für Ihren Ruhestand wünschen.

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Ihre Lebensziele bestimmen, wie Ihr Vermögen arbeiten soll.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Swiss Life.

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