4 min Ausgabe Nr. 2 | 2023

Das ist zu tun an Hitzetagen

Wer freut sich nicht auf schöne Sommertage. Wenn das Wetter heiss wird, müssen sich vor allem ältere Menschen gut schützen. Ein paar Tipps.

Von Franziska Herren, Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich
Sonnige und heisse Tage gehören zum Sommer wie offene Freibäder, Eiscreme und Mückenschwärme am Gewässer. Wenn die Temperatur mehrere Tage lang über 30°C hoch ist und das Thermometer nachts nicht unter 20°C sinkt, spricht man von einer Hitzewelle.

Hitze belastet den Körper
Gerade für ältere Menschen sind Hitzetage und Hitzewellen belastend. Denn mit zunehmendem Alter verschlechtert sich die Wärmeregulation. Das heisst: Der Körper nimmt die hohen Temperaturen nicht mehr so gut wahr und reagiert nur langsam mit Schwitzen. Auch der Durst stellt sich nur verzögert ein und ist einiges schwächer ausgeprägt als bei Jüngeren. Als ältere Person kann man sich also nicht mehr darauf verlassen, dass man Durst bekommt oder schwitzt, wenn es dem Körper zu warm wird.

Warnsignale ernst nehmen und handeln
Grosse Hitze ist ein Stress für den Körper. Es gibt Warnzeichen, die ernst zu nehmen sind:

  • Hohe Körpertemperatur
  • Erhöhter Puls
  • Schwäche/Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Trockener Mund
  • Verwirrtheit, Schwindel, Bewusstseinsstörungen
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

Bei diesen Anzeichen sollte man sich hinlegen und sich mit kalten und feuchten Tüchern abkühlen. Ausserdem ist es wichtig, in dieser Situation etwas zu trinken. Wenn dies nicht hilft, sollten Betroffene ihre Hausarztpraxis oder das Ärztefon anrufen, Telefon 0800 33 66 55.

Genügend trinken und erfrischende Speisen essen
An heissen Tagen ist es besonders wichtig, viel zu trinken – auch wenn man keinen Durst verspürt. Empfohlen sind mindestens 1.5 Liter pro Tag. Am besten füllt man sich einen Krug mit Wasser oder ungesüsstem Tee, den man bis am Abend trinkt. Das Wasser lässt sich geschmacklich noch aufwerten, wenn man ihm einen Zitronenschnitz und frische Kräuter wie Zitronenmelisse oder Pfefferminze beifügt. Es empfiehlt sich, mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen anstelle von drei grossen und möglichst leichte und frische Nahrungsmittel zu verzehren wie Salate, Früchte, Gemüse und Milchprodukte. Genügend Salz aufzunehmen ist ebenfalls sehr wichtig.

Aktivitäten anders planen
Aktivitäten im Freien sollten an Hitzetagen auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Das gleiche gilt auch für Einkäufe oder Arztbesuche. Allenfalls kann eine andere Person die Ein- käufe erledigen oder die Waren können online bestellt werden. Entlastung bringt auch ein Mahlzeitendienst. Bei CasaGusto von Pro Senectute lassen sich à la Carte frische Menüs nach Hause bestellen. Telefon 058 451 50 50 oder Internet: www.casa-gusto.ch.

An Hitzetage ist es besonders wichtig, viel zu trinken – auch wenn der Durst ausbleibt. © Gesundheitsförderung Schweiz / Peter Tillessen

Den Körper kühlen
Bei Hitze ist leichte, luftige und atmungsaktive Kleidung ideal. Diese ermöglicht, dass die Luft am Körper zirkuliert. Die Körpertemperatur lässt sich auch senken, indem man kalte Wickel oder feuchte Tücher auflegt. Zusätzlich hilft es, die Unterarme in kühles Wasser zu halten oder ein kühles Fussbad zu nehmen. Auch eine lauwarme Dusche bringt Abkühlung. Zu kaltes Wasser kann zu Kreislaufproblemen und vermehrtem Schwitzen führen.

Sich von der Hitze fernhalten
An heissen Tagen ist es ratsam, sich möglichst im Schatten aufzuhalten. Eine kühle Wohnung ist in dieser Situation Gold wert. Innenräume lassen sich kühl halten, indem man tagsüber die Läden schliesst und nachts ausgiebig lüftet. Wichtig ist ausserdem, dass man bei grosser Hitze weder Personen noch Tiere im abgestellten Auto zurücklässt.

Enkelkinder schützen
Personen, die Enkelkinder hüten, sollten darauf achten, dass auch die Kinder vor Hitze und Sonnenstrahlen geschützt sind. Schutz bieten Kleider, Sonnenhüte und Sonnencrème und natürlich der Aufenthalt im Schatten. Kinder sollten ausserdem stündlich ein Glas Wasser trinken. Am besten bereitet man ein kühles und leichtes Essen zu, wie zum Beispiel Gurken, Melonen oder andere Früchte. Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte die Hauttemperatur regel- mässig geprüft werden. Bei Bedarf bringen eine lauwarme Dusche oder feuchte Tücher eine Abkühlung. Ganz wichtig: Kinder dürfen an heissen Tagen nie unbeaufsichtigt im Auto zurückgelassen werden. Das Auto erhitzt sich nämlich schnell und Kinder können so innerhalb kurzer Zeit einen Hitzeschlag erleiden.

Aktivitäten für Drinnen
Auf der Website www.gesund-zh.ch finden ältere Menschen Ideen für Aktivitäten, die sie an Hitzetagen drinnen verrichten könnten. Beispiele dafür sind mit dem «Selbst-Check» von «Wie geht’s dir» das eigene Wohlbefinden testen, Rätsel lösen, Podcasts oder Hörspiele hören, mit einer App Fotobücher gestalten oder die eigenen Essgewohnheiten unter die Lupe nehmen.

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