Voller Energie in der dritten Lebensphase
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Voller Energie in der dritten Lebensphase

75 Jahre alt, mit den Enkelkindern beim Campieren, auf Inline-Skates unterwegs, viel am Singen in zwei Chören und ehrenamtlich an vorderster Front für die Rechte älterer Menschen im Einsatz.

Dominique Leins beweist, dass man den dritten Lebensabschnitt selbstbestimmt und voller Energie gestalten kann. Sie engagiert sich bei uns, der Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter UBA, wo sie älteren Menschen in Konflikt- und Gewaltsituationen eine starke Stimme gibt. Wir sprechen heute mit ihr über den Wandel des Älterwerdens, den Umgang mit Herausforderungen des Lebens und darüber, was es braucht, um mit Zuversicht neue Wege zu gehen.

Liebe Dominique, wir haben bereits in der Einleitung erwähnt, dass du sehr aktiv unterwegs bist. Was unterscheidet deine Generation der «neuen Alten» am meisten von der Generation deiner eigenen Grosseltern und wie fühlst du dich mit der Bezeichnung die «neuen Alten»?
Im Gegensatz zu meiner Mutter und Grossmutter bin ich, nachdem die Kinder gross geworden sind, wieder ins Berufsleben eingestiegen. Dadurch habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt und mir Wissen angeeignet, welches es mir heute erlaubt, mich in der UBA, aber auch in anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten einzubringen. Der Ausdruck «die neuen Alten» gefällt mir ausgezeichnet: So lasse ich mich gerne bezeichnen: Aktiv, mit Lebenserfahrung, vielseitig interessiert und mental, körperlich und digital fit.

Auf der einen Seite lebst du seit der Pensionierung eine enorme Freiheit, auf der anderen Seite verpflichtest du dich bei der UBA sehr engagiert dem Wohl älterer Menschen in schwierigen Lebenslagen. Wie gehst du mit diesem grossen Kontrast in deinem Alltag um?
Ja, die Agenda ist schon sehr voll. Die diversen Aktivitäten und Engagements, aber auch die Zeit mit meinen Enkelkindern, empfinde ich jedoch nicht als Belastung, sondern als Bereicherung. Und ganz wichtig für mich ist es, dass ich inzwischen gelernt habe, manchmal NEIN zu sagen, um mich nicht zu überfordern.

Viele Leserinnen und Leser sind in einer ähnlichen Lebensphase wie du. Was möchtest du den Menschen mit auf den Weg geben, die vielleicht noch zögern, im Alter nochmals ganz neue Wege einzuschlagen – sei es sportlich oder im Ehrenamt?
All die Zeit, die man einsetzt für sportliche und kulturelle Aktivitäten, ehrenamtliche Tätigkeiten aber auch für Enkelkinder geben einem viel Lebensfreude und Energie. Zudem bleibt man gesellschaftlich eingebunden und ist dadurch weniger von Einsamkeit betroffen. Es handelt sich daher um eine absolute win-win Situation. Ich bin mir aber bewusst, dass dies nicht für alle, sei es aus gesundheitlichen oder persönlichen Umständen, möglich ist. Ich bin daher sehr dankbar für meine mentale, gesundheitliche und sportliche Fitness.

Vielen Dank, Dominique, für dieses Gespräch und deine offenen Antworten.

Jeder Mensch, ob jung oder alt, muss schwierige Lebenssituationen meistern, sich mit Konflikten auseinandersetzen und Lösungen finden. Ältere Menschen sind jedoch oft besonders verletzlich und benötigen Unterstützung. Die UBA bietet Menschen ab 60 Jahren Hilfe in Konflikt- und Gewaltsituationen. Wir sind für Sie da – unabhängig, kompetent und kostenlos.

Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter UBA
www.uba.ch I info@uba.ch
Anlaufstelle Beschwerden:
Tel. 058 450 60 60 I Mo – Fr 14 bis 17 Uhr
Auskunft für interessierte freiwillige Fachpersonen:
Tel. 044 451 92 91

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit UBA.

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